Donnerstag, 16. Juli 2020

Ministerpräsidenten Kretschmann und
Dr. Haseloff zu Gast bei IDT Biologika

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und sein Amtskollege Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg haben am 16. Juli IDT Biologika besucht. Nachdem die beiden Ministerpräsidenten bereits am Vortag die Lutherstadt Wittenberg bereist hatten, war der Besuch in Dessau-Tornau eingebettet in die Besichtigungen des Bauhauses Dessau und des Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Empfangen wurden die hohen Gäste unter anderem durch die beiden Gesellschafter Carsten und Stefan Klocke sowie IDT-Geschäftsführer Dr. Jürgen Betzing. Thema des Treffens war neben der besonderen Verbindung zwischen beiden Bundesländern vor allem der Einsatz von IDT im Kampf gegen das Coronavirus.

„Es tut einfach gut, hier zu sein. Es war sehr interessant und ich werde viel nach Hause mitnehmen“, so das Zwischenfazit von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, das zwar auf seinen gesamten Sachsen-Anhalt-Besuch abzielte, aber auch stellvertretend für seinen Termin im BioPharmaPark stehen könnte. Denn IDT gilt, wie Dr. Betzing betonte, nicht nur als ein Musterbeispiel für die gelungene Privatisierung eines einst volkseigenen Pharmaunternehmens, sondern ist sogar eine Verkörperung der Verbundenheit beider Bundesländer – denn auch Familie Klocke stammt aus Baden-Württemberg und die Klocke Holding hat dort bis heute ihren Hauptsitz. Und bei einem Rundgang durch das IDT-Gebäude 202 konnte Kretschmann zudem so manche Anlage entdecken, die ihren Ursprung im Südwesten Deutschlands hat. „Hier wird also auch direkt für unseren Wohlstand gearbeitet“, schmunzelte er.

Die Ministerpräsidenten beim Rundgang durch das Gebäude 202
Die Ministerpräsidenten beim Rundgang durch das Gebäude 202

Gearbeitet wird bei IDT derzeit, neben Aufträgen namhafter Kunden aus aller Welt, aber vor allem an einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und mit den Partnern der LMU München, der Uni Marburg und des UKE Hamburg sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass im September die erste klinische Testphase beginnen soll. „Wichtig ist es nicht, die Ersten mit einem wirksamen Impfstoff zu sein“, hob Dr. Betzing angesichts weiterer weltweit parallel laufender Forschungsprojekte hervor. Denn es sei davon auszugehen, dass für verschiedene Zielgruppen auch verschiedene Impfstoffe nötig sein könnten. Zudem habe die Sicherheit des Präparats absolute Priorität vor Schnelligkeit.

„Es ist gut, zu erfahren, mit welchem Hochdruck, welcher Erfahrung und welcher Professionalität in Unternehmen wie diesen gearbeitet wird“, lobte Dr. Reiner Haseloff. Er würdigte die Bedeutung der IDT Biologika als einem der wichtigsten Arbeitgeber der Region, der insbesondere jüngere Fachkräfte zurück nach Sachsen-Anhalt hole oder sie motiviere, das Land gar nicht erst zu verlassen. Und er lobte die Initiative des mittelständischen Unternehmens, das seit der Privatisierung mehr als 400 Millionen Euro in den Standort investiert hat. Zugleich sicherte er die Unterstützung des Landes bei den Bemühungen der IDT zu, beim Bund rund 200 Millionen Euro Fördermittel einzuwerben. Für die Entwicklung des Corona-Impfstoffes und für eine deutliche Erweiterung der Produktions- und Abfüllkapazitäten. Denn zur Zeit ist das Biopharmaunternehmen zu rund 90 Prozent mit den Aufträgen seiner Kunden ausgelastet.

Die zusätzlichen Möglichkeiten sollen nicht nur für den eigenen Impfstoff geschaffen werden, schon jetzt arbeitet IDT auch für andere Arzneimittelhersteller wie die Briten von AstraZeneca. Zur Bekämpfung dieser Pandemie und um für zukünftige Bedrohungen gerüstet zu sein, sei daher ein europäisches Produktionszentrum dringend notwendig, wie im Rahmen des Besuches mehrfach betont wurde. „Wir haben die Anträge am vergangenen Freitag beim Bundesministerium für Forschung und Entwicklung eingereicht und sind vorsichtig optimistisch“, fasste Carsten Klocke zusammen.

v. l. n. r.: Dr. Andreas Neubert (Senior Vice President Development), Dr. Jürgen Betzing (CEO), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Gesellschafter Stefan und Carsten Klocke vor dem Gebäude 202
v. l. n. r.: Dr. Andreas Neubert (Senior Vice President Development), Dr. Jürgen Betzing (CEO), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Gesellschafter Stefan und Carsten Klocke vor dem Gebäude 202 

Dass die beiden Ministerpräsidenten ihr Möglichstes dazu beitragen werden, die Bemühungen im Dienste der deutschen, europäischen und Weltgesundheit zu unterstützen, dürfte nach der Visite außer Zweifel stehen. Und auch ihre gemeinsame Rückkehr nach Dessau-Tornau ist nicht ausgeschlossen. Dr. Betzing lud sie bereits jetzt herzlich für das kommende Jahr ein. Dann wird IDT Biologika 100 Jahre alt. Und das historisch gewachsene Know-how, kombiniert mit modernsten Forschungs-, Produktions- und Sicherheitsstandards und einem Leistungsspektrum, das in dieser Form weltweit einmalig ist, darf bei dieser Gelegenheit durchaus auch mal gefeiert werden. Erst recht, wenn bis dahin der erhoffte große Schritt gegen SARS-CoV-2 und hin zu einem europäischen Produktionszentrum gelungen sein sollte.

News Übersicht

SARS-CoV-2: IDT Biologika füllt Impfstoffkandidat ab

FDP-Vizefraktionschef bei IDT Biologika

IDT Biologika erhält den Zuschlag zur Herstellung von Impfstoffen und Biologika gegen Infektionskrankheiten

Positive Zwischenbilanz der strategischen Neuausrichtung auf der CPhl

IDT Biologika weiht neues multifunktionales Impfstoff-Produktionsgebäude am BioPharmaPark ein

Ceva schließt Übernahme ab

IDT Biologika konzentriert sich auf Impfstoffe und Arzneimittel für den Menschen

IDT Biologika GmbH und Ceva Santé Animale

CMO Leadership Award 2019

CEPI vergibt Vertrag im Wert von bis zu 36 Mio. US-Dollar an ein von IDT geführtes Konsortium für die Entwicklung eines MERS-Impfstoffs