Montag, 19. April 2021

Dessauer Unternehmen füllt nun auch COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca ab – Merz Pharma verzichtet kurzfristig auf Kapazitäten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff informierten sich heute bei IDT Biologika über aktuelle Fortschritte in der Produktion von COVID-19-Impfstoffen. Ein Anlass für den Besuch war die Grundsteinlegung für ein neues Produktionsgebäude in der vergangenen Woche. Dort soll ab Anfang 2023 unter anderem im Rahmen einer angestrebten strategischen Kooperation der AstraZeneca-Wirkstoff hergestellt werden.

Bei dieser Gelegenheit gab das Dessauer Unternehmen bekannt, dass es nun auch den COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca kurzfristig abfüllen wird. Um das zu ermöglichen, gibt der Kunde Merz Pharma im Laufe des zweiten Quartals für drei Monate bereits gebuchte Kapazitäten frei. Geplant ist ein Volumen von mindestens zehn Millionen Impfdosen.

Bereits am 15. März hatten IDT Biologika, Johnson & Johnson und Takeda bekanntgegeben, dass der japanische Konzern drei Monate lang zugunsten des COVID-19-Präparats der Amerikaner auf gebuchte Kapazitäten in der Abfüllung verzichtet. Die ersten Impfdosen aus dieser Kooperation hat IDT diese Woche an den Kunden ausgeliefert.

Parallel dazu treiben die Dessauer gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) die Entwicklung eines eigenen COVID-19-Impfstoffs voran. Nach einer Verzögerung aufgrund einer Schutzwirkung, die noch unter den Erwartungen gelegen hatte, geht dieses Projekt nun im Mai in die klinische Phase II.


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte: „Vektor-Impfstoffe werden weiterhin eine wichtige Rolle in der Impfstrategie der Bundesregierung spielen. Dabei hilft die Kooperation von IDT mit mehreren Impfstoffherstellern. Je mehr Impfstoffe in Deutschland und Europa selbst hergestellt und abgefüllt werden, desto besser können wir die Bevölkerung schützen.“

„Das Land Sachsen-Anhalt hat die Unternehmensentwicklung bei IDT Biologika über viele Jahre begleitet und gefördert“, so Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. „IDT gehört zu den führenden Unternehmen in der Impfstoffproduktion und der Forschung. Hier wird ein Stück Erfolgsgeschichte im Aufbau Ost geschrieben. Es freut mich besonders, dass wir mit IDT von Sachsen-Anhalt aus einen Beitrag im Kampf gegen Corona leisten können.“

Der Geschäftsführungsvorsitzende der IDT, Jürgen Betzing, ergänzte: „Wir freuen uns darüber und sind auch ein bisschen stolz darauf, dass unser Unternehmen im Rahmen der Pandemie nun bereits auf drei Ebenen zur akuten und perspektivischen Versorgung mit Impfstoffen beitragen kann. Wir halten damit ein Versprechen ein, das wir auf dem Impfgipfel am 1. Februar gegeben haben: durch kreative und intelligente Lösungen auch kurzfristig Produktionskapazitäten bereitzustellen. Mein Dank geht dabei an unsere langjährigen Kunden Merz und Takeda, ohne deren Unterstützung diese Erfolge nicht möglich gewesen wären.“


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